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Bali Reisbericht – Traumziel im Indischen Ozean

Der Flug nach Bali

Den langen Flug von Frankfurt nach Denpasar von immerhin 11-20 Stunden – je nach Verbindung – hatten wir in Singapur unterbrochen und kamen so sehr viel entspannter auf dem Flughafen von Denpasarder, der Hauptstadt von Bali an. Auf dem Weg von Singapur nach Denpasar gab es noch einen Stopp in Jakarta, Indonesiens Hauptstadt auf Java.

Wir hatte den letzten Monat der Trockenzeit gewählt, die von Mai bis Oktober dauert. Und auch jetzt empfing uns Mitte Oktober eine Temperatur von 32 Grad und eine ziemlich schwüle Luft. Aber in den anderen Monaten im Jahr von November bis April ist es zwar nicht viel wärmer, dafür aber wegen einer deutlich höheren Luftfeuchtigkeit sehr viel schwüler.

Tipps zu den Reisevorbereitungen

Zur Vorbereitung auf die Reise hatten wir den Reisepass kontrolliert, denn er musste bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und als Vorsorge hatten wir unsere Hepatitis Impfung auffrischen lassen. Grundsätzlich sind keine Impfungen vorgeschrieben.

Um im Hotel keine böse Überraschung mit der anderen Stromspannung zu erleben, hatten wir uns mit einem Adapter ausgerüstet. Obwohl man in allen Hotels an der Rezeption auch einen Adapter bekommen kann.

Ein wenig Bargeld hatte man uns empfohlen mitzunehmen. Und so hatten wir am Flughafen ein paar Euros gegen Rupiah eingetauscht, die wir auch für die Steuer bei der Ausreise benötigten. Ansonsten kann man auf Bali überall mit der normalen EC-Bankkarte Geld abheben oder mit einer der gängigen Kreditkarten bezahlen.


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Bali das australische Mallorca

Die Urlaubsorte liegen dicht gedrängt an den schönsten Stränden der Insel im Süden von Bali. Viele Australier machen hier Urlaub. Man sagt, Bali ist für die australischen Touristen in etwa das, was Mallorca für die deutschen Touristen bedeutet.




Laut und bunt geht es vor allem im Ferienort Kuta zu. Nah am Flughafen hatten Holländer diesen Urlaubsort erstmals für sich entdeckt, als Indonesien noch zu der Kolonie Niederländisch-Indien gehörte. Aus dieser Zeit hat sich der Ort rasant zu einem Zentrum des internationalen Tourismus entwickelt. Am Strand haben sich neben den sonnenhungrigen Badetouristen zahlreiche Surfschulen und Surfstationen etabliert. Ein Freizeitpark und eine Shopping Mall runden das Angebot ab, das kaum einen Wunsch offen lässt.

Gastronomie & Hotels für jeden Geldbeutel

Die Gastronomie und die Hotellerie erfüllt sowohl den gehobenen Anspruch, ist aber auch daneben noch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich. Am Abend öffnen unzählige Bars und Nachtclubs und lassen die Gäste bis tief in die Nacht feiern und tanzen.

Wesentlich luxuriöser geht es auf der gegenüberliegenden Seite von Balis zu. An der Süd-Ost-Seite sind in Nusa-Dua und Jimbaran mehrere Luxushotels anzutreffen und kleinere Hotel im mittleren Preissegment. Oberhalb der Bucht von Jimbaran ist auf den Hügeln eine komfortable Villensiedlung entstanden. Von diesem „Beverly Hills von Bali“ hat man einen grandiosen Blick auf das Meer.

Tipps zu den besten Badeorten

Der Strand von Jimbaran ist einer der schönsten Strände. Es gibt hier keine gefährlichen Strömungen und das Meer ist so ruhig, dass auch Kinder gefahrlos baden können. Die originellen Shops und Boutiquen bieten dem Niveau des vermögenden Publikums angepasst hochwertige balinesische Keramik als Souvenir an.

Ein besonders schöner Badeort ist Sanur. An der Südostküste liegt dieser traditionsreiche Urlaubsort und nur 5 Kilometer von Denpasar entfernt. Die vorgelagerten Korallenbänke reichen bis dicht an den Strand, was zur Folge hat, dass man nur bei Flug gut Schwimmen oder Schnorcheln kann. Wassersportzentren bieten Tauchausflüge zu den Riffs an und Seekajaktouren, Wakeboarding und Wasserski haben hier eine große Anhängergemeinde.

Achtung Linksverkehr – besser Bus oder Taxi

Um die Insel und ihre Schönheiten zu erkunden hatten wir uns ein Auto an der Hotelrezeption gemietet. Und dann waren wir völlig überrascht, dass auf Bali Linksverkehr herrscht. Das konnte nicht aus der Zeit der Niederländer stammen. Aber zuvor während der Napoleonische Kriege war Indonesien unter britischer Herrschaft und der Gouverneur Sir Raffles, der uns bereits in Singapur auf Schritt und Tritt begegnet war, hatte den Linksverkehr eingeführt und man hat ihn bis heute beibehalten.

Der mystische Tempel Tanah Lot

Unser vorrangiges Ziel war der Tempel Tanah Lot. Mitten im Meer thront dieser grandiose Bau auf einer Klippe 50 Meter vom Ufer entfernt und ist nur bei Ebbe zu Fuß zu erreichen.
15 Kilometer entfernt liegt der Peti-Tenget-Tempel. Direkt an einer Flussmündung sollen hier im 16.Jahrhundert der erste javanische Priester der Hinduisten und der erste Holländer Bali betreten haben. Die vorherrschende Religion auf Bali ist der Hinduismus, dem ca. 94 % der Einwohner angehören. Dem Islam gehören nur etwa 5 % an und nur 1 % sind Christen.

Vegetationszonen und Tiere

Ursprünglich bedeckte dichter Dschungel die Insel bis hinauf auf die Berggipfel. Inzwischen hat Bali sechs verschiedene Vegetationszonen. Die Berggipfel sind immer noch mit undurchdringlichem Grün bedeckt. Aber die Siedler haben deutliche Spuren hinterlassen und heute bedecken Reis-Terrassen weite Teile der Insel. Nach einem ausgeklügelten System bauen die balinesischen Bauern an den Hängen der Berge das Grundnahrungsmittel an.
Auf unserem Streifzug durch Bali begegneten uns immer wieder eine Vielzahl von Affen und Echsen, wie z.B. den Geckos. Der berühmte Bali-Tiger gilt seit 1940 als ausgestorben. Eine exzessive Jagd auf den Tiger und die Zerstörung seines Lebensraums durch zunehmende Kultivierung der Landschaft haben eine Fortpflanzung der Tiere schließlich unmöglich gemacht.

Und dann heißt es Abschied nehmen von der Insel der Götter mit den unzähligen Tempeln, den gespaltenen Toren als Wahrzeichen und den traumhaften Stränden. Was uns bleibt sind Erinnerungen und ein gutes Gefühl. Sehr euch einfach die Fotos an.

Bilder aus Bali





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dd eventfotografAndreas Fiedler
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